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Lampen im Gewächshaus

Wer sein fest verbautes Gewächshaus (nicht zu empfehlen bei Foliengewächshäusern) auch zur Überwinterung von Kübelpflanzen nutzen möchte, oder auch die Aufzucht von Stecklingen beschleunigen möchte, kommt an der Installation zusätzlicher Lichtquellen nicht vorbei.

Herkömmliche Glühbirnen kann man in diesem Bereich vergessen. Das abgegebene Licht ist viel zu rotlastig - Pflanzen benötigen blaues Tageslicht. Im Wesentlichen bestimmen die Bedürfnisse der Pflanze und die zu beleuchtende Fläche darüber welche Art von Leuchtmitteln zum Einsatz kommt. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen folgenden Grundarten:

Leuchtstoffröhre / Leuchtröhre - LSR

Eines vorweg: Die Bezeichnung Neonröhre für Leuchtstoffröhren ist schlichtweg falsch. Neonleuchten geben stark rotes Licht ab und sind für die Pflanzenzucht bzw. Pflanzenaufzucht ungeeignet. Der Vorteil von Leuchtstoffröhen sind die niedrigen Anschaffungs- und Betriebskosten. Die Röhren selbst kosten ein paar Euro und auch die benötigten Fassungen bzw. Amarturen schlagen nicht so sehr auf den Geldbeutel.

Besonders für die Beleuchtung für Stecklingen und Sämlingen sind diese Leuchten prima geeignet. Sie geben kaum Temperatur ab und können deshalb ggfl. auch sehr nah an den Pflanzen angebracht werden. Zu achten ist darauf, daß die Lichtfarbe der Leuchtröhre möglichst dem Tageslicht entspricht (blaues Licht).... die entsprechende Lichtfarbe im Handel wird als "kaltweiß" oder "coldwhite" bezeichnet.

Energiesparlampen für Pflanzen

Auch Energiesparlampen mit entsprechend blauem Lichtspektrum eignen sich für eine Vielzahl von Anwendungen im Gewächshaus. ESL
Lampen können zur Anzucht, zur Unterstützung der vegetativen Phase und zur Überwinterung genutzt werden. Die Vorteile sind niedriger (im Vergleich zu Entladungslampen) Stromverbrauch, geringe Abwärme und gängige Fassunggrößen. Wo für LSR eigene Amarturen benötigt werden, reichen den ESL einfache E27 oder E40 Fassungen, wie sie auch in z.B Tischlampen vorkommen. Die benötigte Wattzahl richtet sich nach der zu bleuchtenden Fläche.

Metalldampflampen und Gasentladungslampen

Entladungslampen machen erst ab einem hochwattigen Einsatz Sinn, was sich auf den Stromverbrauch und damit auf die Betriebskosten schlägt. Auch entwickeln z.B Natriumdampflampen (NDL) eine relativ große Abwärme, was vor allem beim Einsatz mehrer Lampen schnell zu Klimaproblemen im Treibhaus führen kann. Entsprechende Lüftungsanlagen sind dann meist ein Muss. Zum guten Abschluss benötigt diese Leuchtmittel auch ein (der Wattzahl entsprechendes)
Vorschaltgerät und muss verkabelt werden. Diese Vorschaltgeräte sollten tunlichst für den Einsatz im Gewächshaus vor Spritzwasser geschützt werden.

Der Vorteil der NDL liegen vor allem in der Lebensdauer der einzelnen Leuchtmittel und im Preis gegenüber von Energiesparlampen. Zudem erreichen Sie bei entsprechender Aufhängung und bedingt durch die hohen Wattzahlen größere Beleuchtungsflächen.


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Lampen und Leuchtmittel für die Anwendung in Wohnräumen findet man in der Leuchtenzentrale.